Themen / Politik 02

Politk

Ein Bericht von 20 Minuten

«Armenanwalt» auch für Junkies im PDF

Brief an die Parteien

Wir haben im Zuge eines Internetforums einen Verein gegründet. Deren Ziel ist es, die Ungerechtigkeiten die in unserem Staat Tag für Tag geschehen, zu stoppen und auf einen zufriedenstellenden Weg zu bringen.

Ich spreche von Working Poor, IV Rentnern, Sozialhilfebezügern, Arbeitslosen, und Alleinerziehenden. Es kann doch nicht Sache sein, diese Menschen zu schubladisieren und den anderen Mitbürgern weiss zu machen, sie kosten nur Geld und sie müssten endlich Eigeninitiative zeigen, dann wird das schon wieder! Um etwas zu verbessern, braucht es Werkzeuge, die einen Sinn machen und nicht die schon verstaubten und nicht bewährten Instrumente der Vergangenheit!! Das kostet viel Geld und bringt keinem Beteiligten einen Nutzen.

Wir sind der Meinung, dass wir zusammen einen grossen Teil der Bevölkerung Repräsentieren, ungefähr 1'000'000 Menschen. Vorbei ist die Zeit, wo wir uns versteckten und aus Scham nicht aus unseren seelischen Verliesen heraustraten. Hinter dieser Zahl verbirgt sich ein gewaltiges Wählerpotential, welches ein entscheidendes Wort mitzureden hat!

Im weiteren stimmen mich die Arbeitslosenzahlen auch mehr als nachdenklich. Wo sind die Arbeitslosen die in einen der sogenannten Beschäftigungsprogramme verschwinden? Wo diejenigen die ausgesteuert werden? Wo die Menschen, die noch ihr gespartes Geld aufbrachen müssen um über die Runden zu kommen?  Ich weiss nicht, warum diese Statistiken nicht korrekt geführt werden. Eine Vertuschung, würde ich vermuten, um nicht schlecht dazustehen. Um unsere Anliegen noch mehr zu Gewichten, werden wir uns mit den anderen Vereinen und IG’s verbünden.

Für die älteren Arbeitslosen gehören die unseligen Altersangaben (z. B. 20-35 Jahre alt) nicht in ein Inserat. Das ist Diskriminierung erster Güte. Zudem müssen Ihre Vorzüge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzwille wieder in den Fordergrund treten. Nicht die Vorurteile wie eingefahren, unflexibel krankheitsanfällig u.s.w. sind das Thema. Aus den Augen der Betroffenen trifft das in keiner Art uns weise zu. Sonst würde es auch bei älteren Politikern zutreffen!! Zudem müssen die BVG Beiträge gesenkt werden, was ganz sicher auch ein Hemmschuh der Arbeitgeber ist, ältere Menschen einzustellen. Man könnte Geld das man nicht mehr für die sogenannten Beschäftigungsprogramme ausgeben muss, für die BVG-Beiträge verwenden um sie zu senken.

Die jüngeren Arbeitslosen muss man in Bildung und Selbstbewusstsein fördern, damit könnte man die bestehenden Mängel im Schulsystem auffangen. Bildung ist der Grundstein für ein geregeltes und zufriedenes Leben. Zudem sollte eine solide Ausbildung und damit verbundene Ungleichheit für Arm und reich berücksichtigt werden. Sonst haben nur Eliteleute aus reichen Familien die Möglichkeit eine gute Bildung zu erhalten die dem geforderten Standard entspricht. Die Chancengleichheit verkommt zu einer Farce!!

In der IV Werden im Moment schon einige Anstrengungen unternommen. Sie ist im Moment sowieso in aller Munde. Grundsätzlich ist es lobenswert, dass der Slogan "Eingliederung vor Rente“ in der Praxis umzusetzen versucht wird. Da ich selber IV-Rentner bin und Wittwer dazuwar ich immer sehr erstaunt als ich meinen Renten-Verfügungen bekam. Mit 5 Kindern hiess das: Für jedes Kind 2 Verfügungen, dazu bekam ich 2 und eine Zusammenstellung des Ganzen. Da sind 13 Couverts die versendet wurden, jede einzeln. Bei jeder noch so kleinen Veränderung begann das ganze von vorne. Ich musste fast ein Büro mit IV-Verfügungen einrichten. Mein Fazit aus dem ganzen: „Eine einfachere und speditivere Abwicklung", ebenso unnötige Verfahren senken – würden immense Kosten einsparen. Diese könnten dazu beitragen, das Defizit der IV zu senken.

Denken wir auch nicht zuletzt an die vielen Alleinerziehenden, welche unsere Kinder
( Zukünftige Wähler und Säulen der Gesellschaft in der nahen Zukunft! ) mit zu Teil sehr schwierigen Voraussetzungen erziehen sollen. Wie soll eine Mutter mit 2-3 kleinen Kindern ihren Kindern erklären, dass sie halt kein Geld hat, um die kleinsten Anschaffungen zu tätigen. Es ist von Staates wegen erforderlich, diese, unsere Zukunft, mit entsprechenden Möglichkeiten, wie oben erwähnt, Kindertagesplätzen und guten Bildungsmöglichkeiten auszubauen. Manche Alleinerziehenden können heute ganz einfach nicht Arbeiten, weil ihnen nicht genug (bezahlbare) Hilfe angeboten wird. Diejenigen die jetzt in dieser Situation sind, (deren gibt es viele) muss raschmöglichst eine Basis geschaffen werden um dieser Armutsfalle zu entgehen.

Es ist auch dem einfachen Bürger nichtverborgen geblieben, dass sich die Working-Poor schlagartig vermehrt haben und auch noch weiter zunehmen werden. Der Grund ist, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, dass die Löhne massiv in den Keller gedrückt werden. Ein weiteres Problem ist die Personenfreizügigkeit. Immer mehr Menschen aus den EU Ländern dringen in unser kleines Land und arbeiten zu Dumpinglöhne und der Schweizer bleibt auf der Strecke, weil er einfach für diese Löhne nicht arbeiten kann, hat er doch feste Verpflichtungen, die diesen Lohn sprengen. Ich höre noch die Versprechen von Bern „Nein sicherlich wird das nicht passieren – wir behalten das im Auge mit Kontrollen u.s.w.“

Ich mag nicht weiter in Detail gehen, sehe diese Entwicklung aber mit grosser Besorgnis und frage mich, wie lange das noch gut geht! Sie nicht???

Es gehören verbindliche Mindestlöhne in jeden Vertrag. Ansonsten Riskieren wir eine Explosion der Working-Poor welch sich wieder auf die Sozialausgaben auswirken werden.

Zum Schluss will ich noch hinzufügen: „Wir Schweizer“ sind in der jüngeren Vergangenheit zu viele Kompromisse eingegangen, welch uns jetzt einholen werden – oder schon haben. Auch jetzt werden immer noch Kompromisse gesucht. Ob es schon 5 vor 12 ist, scheint niemanden zu Interessenieren. Den richtigen Weg für ein schönes Zusammenleben kenne ich nicht. Eins weiss ich aber sicher, mit gegenseitigen Vorwürfen und Zurechtweisungen und auch noch mit mehr Kompromissen ist jedes Vorhaben früher oder später zu scheitern verurteilt. Wir sollten doch in der Lage sein einen Konsens für ALLE zu finden!

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